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New York – Roosevelt Avenue

Dieser Bericht führt uns weg vom New York der Wolkenkratzer, des Broadway, der Wall Street und der Theater und Museen: Denn heute wollen wir Ihnen die Roosevelt Avenue in Queens vorstellen.

Die Roosevelt Avenue ist ein Brennpunkt der Einwanderer. Hier wird New York seinem Ruf als Schmelztiegel der Nationen gerecht, denn alle paar Blocks wandern Sie durch ein neues Land bzw. einen neuen Kontinent.

Die Roosevelt Avenue führt mitten durch den New Yorker Stadtbezirk Queens. Schätzungen zufolge wohnen entlang dieser Straße Menschen aus 160 Ländern und aus allen Kontinenten. Viele der Einwanderer sind illegal in die USA eingereist, und deshalb kann keine Behörde genau sagen, wieviele Nationen hier zu finden sind.

Doch obwohl man unverkennbar in New York ist, hat jede Nation hier unverwechselbar ihre Spuren hinterlassen. Die Geschäfte spiegeln die Kulturen aller Herren Länder wider und natürlich findet sich auch ein reichhaltiges gastronomisches Angebot, das zu einer kulinarischen Weltreise verführt. Keine Angst: Sie können sich ruhig durch alle möglichen Speisen durchprobieren – wir haben es auch überlebt. 😉

Damit Sie auch merken, dass Sie in New York sind, verläuft die Linie 7 der subway als Hochbahn über der Roosevelt Avenue. Eine Kulisse wie im Kino also. Die Straße verläuft unter den Stützen der Hochbahn und die Bahnhöfe bieten interessante Eisenkonstruktionen.

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Auf der folgenden Karte finden Sie die Roosevelt Avenue in Queens.

Natürlich ist das Viertel keine klassische Touristengegend und deshalb kann man auch ganz kostenlos und unverhofft in den Genuss eines echten musikalischen Highlights kommen: Wir waren bereits ein gutes Stück durch das Viertel entlang der Roosevelt Avenue gelaufen und hatten Moscheen, Kirchen und Läden aus allen Kontinenten bestaunt, als wir plötzlich Musik hörten.

Wo kam die Musik her? Wir folgten der Musik und standen plötzlich vor einem unscheinbaren Gebäude. Neugierig versuchten wir, einen Blick in das Innere zu erhaschen. Vor der Tür stand eine Art Türsteher, doch nix da mit „Du kommst hier nicht rein!“

Stattdessen wurden wir eingeladen und fanden uns in einer Art Rock-Gospel-Gottesdienst. Es gab richtig gute Musik mit richtig guten Musikern und Sängern. Die Stimmung war toll und die Besucher des Gottesdienstes hatten sich richtig chic gemacht. Die Männer im Anzug, die Frauen im Kostüm – und wir im praktischen Touristenlook in Jeans und T-Shirt. Es wurde ausschließlich spanisch gesprochen und das häufigste Wort des Predigers war – wie könnte es anders sein – „Halleluja!“

Alles in allem ein gelungener Tag abseits der üblichen Touristenpfade, den wir mit einem guten Essen in einem lateinamerikanischen Restaurant abgeschlossen haben.